Ramazotti, Nannini, Zucchero - der Stiefel hat reichlich Rockröhren von Weltformat hervorgebracht. Auch die Folkszene ist rührig, entdeckt ihr Erbe von Sizilien über Umbrien bis ins Piemont neu. Aus den Clubs zwischen Mailand und Messina dringen coole Bossa-Sounds und Mestizaje-Töne. Italiens Musiklandschaft ist vielfältig und allen Weltgegenden zugewandt. Und doch gibt es da eine Klangschattierung, die heutzutage fast in Vergessenheit geraten ist: Es ist die Musik der kleinen Cafés auf den Piazzas von Rom bis Rimini, der elegante Soundtrack zur Spritztour auf Küstenstraßen entlang der blauen Adria, die unverkitschte Begleitung zu einer romantischen Mondnacht. Der Klang des jungen Nachkriegsitalien, wo sich neapolitanische Folklore mit US-Swing, Mandolinen und Akkordeon mit Sax und Gitarre paarten. Wo der Glamour von Sophia Loren und Brigitte Bardot durch Restaurants und Clubs flitterte und man sich den Träumen der Dolce Vita hingab. Putumayo versammelt Stars der damaligen Ära mit heimlichen Nachfolgern von heute, die mit Originalität und Esprit weit übers Epigonenhafte hinausreichen. Als passende Dreingabe zur schicken Scheibe, von deren Erlösen ein Teil der Kinderhilfsorganisation Terres des Hommes zugute kommt, gibt es ein Rezept für eine echt italienische Kaffee-Spezialität.